Henning Mühlleitner: “Bahn 4 im Finale bringt ein bisschen Druck”

by Daniela Kapser 0

July 24th, 2021 Deutsch

Olympische Spiele 2020 in Tokio

  • Beckenschwimmen, Samstag 24.07.2021 bis Sonntag 1.8.2021
  • Freiwasserschwimmen, Mittwoch 4.8.2021 bis Donnerstag 5.8.2021
  • Olympic Aquatics Centre, Tokio, Japan
  • Vorläufe im Fernsehen: 12.00 bis 14.40
  • Halbfinal- und Finalläufe im Fernsehen: 03.30 bis 5.20
  • Programm
  • Startlisten
  • Startlisten und Ergebnisse

Es ist schon lange her, dass ein Deutscher als Vorlaufschnellster in ein olympisches Finale eingezogen ist. Henning Mühlleitner hat genau dies in den Vorläufen über 400 m Freistil geschafft. Mit seiner Zeit von 3:43,67 Minuten ließ er die Weltelite hinter sich und startet im Finale (MEZ um 3.30 am Sonntag) auf der Bahn 4. Im ZDF Interview sagter er: “Auf Bahn vier zu schwimmen, bringt natürlich ein bisschen Druck rein. Im ersten Moment habe ich mich riesig gefreut über die Zeit. Jetzt muss ich schauen, wie sich das organisieren lässt heute Nacht. Bis man in die Mensa kommt, dann gegessen hat und wieder runterkommt, das zieht sicher nochmal ein paar Körner. Da muss man möglichst schnell wieder einschlafen, um dann morgen wieder angreifen zu können.”

Henning Mühlleitner hatte im Qualifikationszeitraum die deutsche Normzeit geknackt, war aber nur der Drittschnellste Deutsche. Jedoch verzichtete Florian Wellbrock, der über 800 m und 1500 m Freistil startet, auf das Rennen über 400 m Freistil und Mühlleitner kam zu dem Einzelstart bei seinen ersten olympischen Spielen. Der 24-Jährige hat sich laut Bundestrainer Bernd Berkhahn die Rennstrecke souverän eingeteilt und schwamm auf der zweiten Hälfte einen “negative Splitzeit”, er war also auf den zweiten 100 m schneller. “Er hat mit seinem Trainer Matt Magee in der Vorbereitung sehr gute Arbeit geleistet“, lobte Bundestrainer Berkhahn.

Der erst 19 Jahre alte Lukas Märtens belegte bei seiner Olympiapremiere über dieselbe Distanz in 3:46,30 Rang zwölf. Märtens orientierte sich bei seinem Rennen an dem Mitfavoriten Danas Rapsys, der jedoch auf Rang 13 nicht in das Finale einziehen konnte. „Lukas hat viel zu nervös angefangen und dabei zu viel Energie verbraucht“, analysierte Berkhahn. So fehlten dem 19-Jährigen am Ende 62 Hundertstel zum Finaleinzug. Eine Zeit in Nähe seiner Bestzeit hätte dazu locker gereicht. „Ich habe mich nie getraut, so richtig in die Wand zu schwimmen. Die Wenden waren nicht so wie ich sie mir vorgestellt hatte, das war ein Knackpunkt“, sagte Märtens, der noch zwei weitere Einzelstarts über 200m und 1500m Freistil hat.

Über die 400 m Freistil stehen im Finale:

TOP 8

  1. Henning Mühlleitner GER 3:43,67

  2. Felix Auböck AUT 3:43,91
  3. Gabriele Detti ITA 3:44,67
  4. Elijah Winnington AUS 3:45,20
  5. Jack McLoughlin AUS 3:45,20
  6. Kieran Smith USA 3:45,25
  7. Jake Mitchell USA 3:45,38
  8. Ahmed Hafnaoui TUN 3:45,68

Das wirft die Vorhersage der SwimSwam Kollegen etwas durcheinander:

Platz Schwimmer Land Beste Zeit seit den Olympischen Spielen 2016
1 Elijah Winnington Australia 3:42.65 – 2021
2 Gabriele Detti Italy 3:43.23 – 2019
3 Martin Malyutin Russia 3:44.18 – 2021
4 Jack McLoughlin Australia 3:43.27 – 2021
5 Danas Rapsys Lithuania 3:43.36 – 2019
6 Marco De Tullio Italy 3:44.74 – 2021
7 Lukas Märtens Germany 3:44.86 – 2021
8 Kieran Smith United States 3:44.86 – 2021

 

Anstatt Martin Malyutin, Danas Rapsys, Marco de Tullio und Lukas Märtens sind nun Henning Mühlleitner, Felix Auböck, Jake Mitchell und Ahmed Hafnaoui im Finale. Auböck stellte einen neuen österreichischen Rekord auf. Der Tunesier Hafnaoui ist der zweite Tunesier nach Ous Mellouli, der sich für eine olympisches Finale qualifizieren konnte.

 

 

 

 

 

 

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