Olympia 2016: Marco Koch Siebter, Diener, Heintz im Finale

by Daniela Kapser 0

August 10th, 2016 Deutsch

Olympische Spiele 2016 Rio

 

Finale Männer, 200 m Brust MARCO KOCH
Halbfinale Frauen, 100 m Freistil
Halbfinale Männer, 200 m Rücken  Jan-Philip Glania, Christian Diener
Finale Frauen, 200 m Schmetterling
Finale Männer, 100 m Freistil
Halbfinale Frauen, 200 m Brust
Halbfinale Männer, 200 m Lagen  Philip Heintz
Finale Frauen, 4×200 m Freistil

Männer, 200 m Brust, FINALE

World Record: 2:07.01 (2012) – Yamaguchi Akihiro – Japan
JR World Record: 2:09.64 – Anton Chupkov – Russia
Olympic Record: 2:07.28 (2012) – Daniel Gyurta – Hungary
2012 Olympic Champion: 2:07.28 – Daniel Gyurta – Hungary

Marco Koch war mit seiner Zeit im Zwischenlauf zufrieden und zog als Siebter ins Finale ein.

Die schnellsten Schwimmer waren: Ippei Watanabe, JPN, 2:07,22, Andrew Willis, GBR, 2:07,73, Josh Prenot, USA, 2:07,78.

Olympiasieger 2016 wird Dimitry Balandin aus Kasachstan in in 2:07,47.

Marco Koch sagte im Interview, es war leider nicht so wie er es sich vorgestellt hat. Das Einzige was ihn traurig macht, dass er schon dreimal schneller war als seine Zeit in diesem Finale und nicht sein Bestes zeigen konnte. Hat nichts mit der Olympiade zu tun, er war nicht so nervös. Hat sich super angefühlt, mehr wäre aber einfach nicht drin gewesen. Er belegt den siebten Platz in 2:08,00, Vize-Weltmeister Kevin Cordes wird Achter in 2:08,34.

Insgesamt ein relativ langsames Rennen – es war nicht notwendig, unter dem Weltrekord zu bleiben, um Gold zu gewinnen. Vor diesem Rennen sah die Weltrangliste so aus, dass Josh Prenot in 2:07,17 führte, die Siegerzeit ist 3 Zehntel langsamer.

Das Ergebnis:

  1. Dimitry Balandin, KAZ, 2:07,47
  2. Josh Prenot, USA, 2:07,53
  3. Anton Chupkov, RUS, 2:07,70
  4. Andrew Willis, GBR, 2:07,78
  5. Yasuhiro Koseki, JPN, 2:07,80
  6. Ippei Watanabe, JPN, 2:07,87
  7. Marco Koch, GER, 2:08,00
  8. Kevin Cordes, USA, 2:08,34

 

 

Frauen, 100 m Freistil, Halbfinale

World Record: 52.06 (2016) – Cate Campbell – Australia
JR World Record: 53.31 – Penny Oleksiak – Canada
Olympic Record: 53.00 (2012) – Ranomi Kromowidjojo – Netherlands
2012 Olympic Champion: NEW RIO 52,78 – Cate Campbell – Australia

Schnellste im Vorlauf war Cate Campbell, die Weltrekordhalterin, in neuem Olympischem Rekord von 52,78. Stark auch die Amerikanerin Simone Manuel in 53,32.

Simone Manuel gewinnt das erste Semifinale in 53,11. Cate Campbell schwimmt wieder Olympischen Rekord in 52,71.

Top 8 für das Finale

  1. Cate Campbell, AUS, 52,71, OR
  2. Penny Oleksiak, CAN, 52,72
  3. Simone Manuel, USA, 53,11
  4. Sarah Sjöström, SWE, 53,16
  5. Bronte Campbell, AUS, 53,29
  6. Jeanette Ottesen, DEN, 53,35
  7. Ranomi Kromowidjojo, NED, 53,42
  8. Abbey Weitzeil, USA, 53,53

 

 

Männer, 200 m Rücken, HALBFINALE

World Record: 1:51.92 (2009) – Aaron Peirsol – USA
JR World Record: 1:56.79 – Li Guangyuan – China
Olympic Record: 1:53.41 (2012) – Tyler Clary – USA
2012 Olympic Champion: 1:53.41 – Tyler Clary – USA

Titelverteidiger Tyler Clary ist nicht am Start, er hat es bei den US Trials nicht unter die ersten Zwei geschafft.

Jan-Philip Glania und Christian Diener haben sich als 6. bzw. 9. für die Halbfinalläufe qualifiziert.

Die schnellste Vorlaufzeit schwamm Evgeny Rylov, RUS, 1:55,02 vor  Jiayu Xu, CHN, 1:55,51 und Mitch Larkin, AUS, 1:56,01.

Christian Diener sagte, er wäre doch auch vor seinem Einzelstart sehr nervös gewesen. Jan-Philip Glania will diese Halbfinalteilnahme erst einmal richtig genießen und gucken, was er erreichen kann.

Glania startet im ersten Halbfinale und wird Vierter in 1.56,53. Ryan Murphy, Olympiasieger über 100 m Rücken, gewinnt das Halbinale in 1.55,15.

Jan-Philip Glania sagt, es war so ähnlich wie heute Morgen, aber er hat schon die 200 m vom Vorlauf gemerkt, er ist zufrieden, muss jetzt warten, ob es für das Finale reicht. Wenn Christian Diener es schafft, dann hat er es verdient. Er wird sich das Rennen jetzt ansehen und abwarten.

Christian Diener geht beherzt an, im Vorlauf ist er bereits persönliche Bestzeit geschwommen. Nach 150 m liegt er auf Platz 4 und schlägt in 1:56,37 als 5., wieder in PB. Und es reicht für ihn – er ist im Finale! Jan-Philip Glania wird 9. Gute Vorstellung der deutschen Rückenschwimmer! Das wird auch Trainer Jörg Hoffmann, den Trainer von Christian Diener, natürlich sehr freuen! Vor allem, weil Christian, der Vize-Europameister 2014 über diese Strecke, sich 2012 nicht qualifizieren konnte.

Jan-Philip sagt, er macht sich schon Gedanken, wo die paar Zehntel liegen, er wäre gerne im Finale gewesen, aber er drückt Christian die Daumen für das morgige Finale.

Christian Diener sagt nach seinem Finaleinzug, ein Traum geht in Erfüllung, nach dem Anschlag hätte er sich erst über die Zeit gefreut, kurz gebangt, aber die Zeit hat er richtig gesehen. Morgen ruht er sich dann erst mal aus, um im Finale richtig durchzustarten.

Top 8 für das Finale:

  1. Evgeny Rylov, RUS, 1.54,45
  2. Mitchell Larkin, AUS, 1:54,73
  3. Jacob Pebley, USA, 1.54,92
  4. Ryan Murphy, USA, 1:55,15
  5. Jiayu Zu, CHN, 1:55,66
  6. Guangyan Li, CHN, 1:55,92
  7. Ryosuke Irie, JPN, 1:56,31
  8. Christian Diener, GER, 1:56,37

Jan-Philip Glania wird 9. in 56,53.

 

 

Frauen, 200 m Schmetterling, FINALE

World Record: 2:01.81 (2009) – Liu Zige – China
JR World Record: 2:06.51 – Zhang Yufei – China
Olympic Record: 2:04.06 (2012) – Jiao Liuyang  – China
2012 Olympic Champion: 2:04.06 – Jiao Liuyang  – China

Die schnellsten Damen im Zwischenlauf: Madeline Groves, AUS, 2:05,66, Mireia Belmonte Garcia, ESP, 2:06,06 und Yilin Zhou, CHN, 2:06,52.

Franziska Hentke hat es leider nicht in das Finale geschafft.

Olympiasiegerin 2016 wird Mireia Belmonte Garcia aus Spanien in 2:04,85, es sind ihre 3. Olympischen Spiele und endlich kann sie Gold gewinnen. In 2015 hatte sie Schulterprobleme, baute sich langsam wieder auf und schwamm sich zurück in die Weltspitze.

Ergebnis:

  1. Mireia Belmonte Garcia, ESP, 2:04,85
  2. Madeline Groves, AUS, 2:04,88
  3. Natsumi Hoshi, JPN, 2:05,20
  4. Cammile Adams, USA, 2:05,90
  5. Ylin Zhou, CHN, 2:07,37
  6. Yufei Zhang, CHN, 2:07,40
  7. Hali Flickinger, USA, 2:07,71
  8. Brianna Throssell, AUS, 2:07,87

Männer, 100 m Freistil, FINALE

World Record: 46.91 (2009) – Cesar Cielo – Brazil
JR World Record: 48.03 – Kyle Chalmers – Australia
Olympic Record: 47.05 (2008) – Eamon Sullivan – Australia
2012 Olympic Champion: 47.52 – Nathan Adrian – USA

Nachdem Olympiasieger Nathan Adrian als 16. so gerade noch in die Semifinals kam, zeigte er dort aber seine Klasse: Er führt die Top 8 an in 47,83 vor Kyle Chalmers, AUS, 47,88 und Cameron McEvoy, AUS, 47,93., Santo Condorelli, CAN, 47,93. Aber über die 100 m Freistil kann alles passieren, dicht auf den Fersen sind: Caeleb Dressel, USA, 47,97, Pieter Timmers, BEL, 48,14, Duncan Scott, GBR, 48,20 und Marcelo Chierighini, BRA, 48,23.

Damian Wierling beendete seinen Wettkampf über die 100 m Freistil bei seinen ersten Olympischen Spielen als 15. nach den Zwischenläufen – eine tolle Vorstellung des 20-Jährigen, der noch über die 50 m Freistil und in der Lagenstaffel starten wird.

Im spannenden 100 m Freistilrennen mit zwei Amerikanern, zwei Australiern hat am Anschlag der Australier Kyle Chalmers , 18, die Hand zuerst an der Wand: 47,58. Der Belgier Pieter Timmers gewinnt ebenso sensationell Silber in 47,80 vor Titelverteidiger Nathan Adrian, USA, in 47,85.

Das Ergebnis:

  1. Kyle Chalmers, AUS, 47,58
  2. Pieter Timmers, BEL, 47,80
  3. Nathan Adrian, USA, 47,85
  4. Santo Condorelli, CAN, 47,88
  5. Duncan Scott, GBR, 48,01
  6. Caleb Dressel, USA, 48,02
  7. Cameron McEvoy, AUS, 48,12
  8. Marcelo Chierighini, 48,41

 

Frauen, 200 m Brust, HALBFINALE

World Record: 2:19.11 (2013) – Rikke Moller Pedersen – Denmark
JR World Record: 2:19.64 – Viktoria Gunes – Turkey
Olympic Record: 2:19.59 (2012) – Rebecca Soni – USA
2012 Olympic Champion: 2:19.59 – Rebecca Soni – USA

Auch Rebecca Soni aus den USA, Olympiasiegerin 2012, schwimmt nicht mehr.

Rikke Moeller Pedersen, DEN, war im Zwischenlauf die Schnellste in 2:22,72 vor Rie Kaneto, JPN, 2:22,86 und Taylor McKeown, AUS, 2:23,00.

Das erste Halbfinale gewinnt Rie Kaneto in 2:22,11 vor Yulia Efimova in 2:22,52 vor Chloe Tutton in 2:22,71. Im zweiten Semifinale hat Taylor McKeown die Hände in 2:21,69 zuerst an der Wand.

Und über die 200 m Brust wird es zum ersten Mal ein Finale ohne amerikanische Beteiligung geben – Lilly King und Molly Hannis werden 12. und 16.

 

Top 8 für das Finale:

  1. Taylor McKeown, AUS, 2:21,69
  2. Rie Kaneto, JPN, 2:22,11
  3. Molly Renshaw, GBR, 2:22,33
  4. Jinglin Shi, CHN, 2:22,45
  5. Rikker Moeller Pedersen, DEN, 2:22,45
  6. Yulia Efimova, RUS, 2:22,52
  7. Chloe Tutton, GBR, 22:22,71
  8. Kierra Smith, CAN, 2:22,87

 

 

Männer, 200 m Lagen, HALBFINALE

World Record: 1:54.00 (2011) – Ryan Lochte – USA
Olympic Record: 1:54.23 (2008) – Michael Phelps – USA
2012 Olympic Champion: 1:54.27 – Michael Phelps – USA

Philip Heintz hat sich als zweitschnellster Schwimmer hinter Ryan Lochte, vor Michael Phelps für die Halbfinals qualifiziert. Und weil es so gut aussieht, hier einmal die TOP 3 nach den Vorläufen:

  1. Ryan Lochte, USA, 1:57,38
  2. Philip Heintz, GER, 1:57,59
  3. Michael Phelps, USA, 1:58,41

Und jetzt zählt es im Halbfinale für Philip Heintz. Er schwimmt im ersten Semi, auf Bahn 4 und bekommt es mit u.a. Kosuke Hagino zu tun. Nun geht es über die Bruststrecke, eine Stärke von Philip Heintz. Kosuke Hagino in 1:57,38, Philip

Das erste Halbfinale gewinnt Kosuke Hagino in 1:57,38, Philip Heintz wird Dritter in 1:58,85.

Und jetzt wieder einmal – Ryan Lochte gegen Michael Phelps, der Weltrekordhalter gegen den Olympiasieger 2012, hat schon was von einem vorgezogenen Finale.

Im Interview sagt Philip Heintz, er muss erst mal abwarten, was passiert. Die zwei Rennen an einem Tag sind eigentlich nicht so schlimm, aber er war nach den Vorläufen erst um 18.00 Uhr im Zimmer, da er noch zur Dopingkontrolle musste. Er hat sich etwas beim Rennen rausbringen lassen, weil neben ihm die Schwimmer gleichauf waren, er wäre gerne noch schneller geschwommen.

Lochte und Phelps kommen beide auf die Startbrücke mit riesigen Kopfhörern, beide sehr fokussiert. Ryan Lochte hat nach dem Rücktritt von Phelps 2012 sofort gesagt: “Hört auf mich, der kommt wieder.”

Die 200 m Lagen sind das einzige Einzelrennen von Ryan Lochte, er hatte sich bei den US Trials eine Leistenzerrung zugezogen und war nicht voll einsatzfähig.

Wie immer, geht Thiago Pereira schnell an, aber nach 150 sieht das schon anders aus, Phelps vorne, das 2. Halbfinale gewinnt Michael Phelps vor Ryan Lochte.

UND PHILIP HEINTZ IST AUCH IM FINALE als Achter!  Er sagt, er freut sich natürlich auf das Finale und es ist wunderschön, er hofft, dass er sich bis morgen generieren kann und dann richtig einen raushauen kann.

 

Top 8 im Finale:

  1. Michael Phelps, USA, 1:55,78
  2. Ryan Lochte, USA, 1:56,28
  3. Thiago Pereira, BRA, 1:57,11
  4. Kosuke Hagino, JPN, 1:57,38
  5. Dan Wallace, GBR, 1:57,97
  6. Shun Wang, CHN, 1:58,112
  7. Hiromasa Fujimori, JPN, 1:58,20
  8. Philip Heintz, GER, 1:58,85

 

 

Frauen, 4 x 200 m Freistilstaffel, Finale

Startliste
World Record: 7:42.08 (2009) – China
JR World Record: 7:56.68 – Australia
Olympic Record: 7:42.92 (2012) – USA
2012 Olympic Champion: 7:42.92 – USA

Ohne die deutsche Staffel mit Annika Bruhn, Sarah Köhler, Leonie Kullmann, Paulina Schmiedel wird der Endlauf stattfinden, sie sind insgesamt auf den 12. Platz gekommen.

Eigentlich ist der Sieger klar: Wer will die US Damen um Katie Ledecky schlagen?

Im Fernsehen wird ein Foto gezeigt, auf dem sich vor 10 Jahren Katie Ledecky ein Autogramm von Michael Phelps holt. Und mittlerweile hat sie sich den Respekt des erfolgreichsten Schwimmers aller Zeiten erarbeitet, Phelps ist total beeindruckt von ihrer Trainingsmentalität.

Können vielleicht die Ungarinnen, die 2016 Europameisterinnen wurden, eine Medaille holen?

Missy Franklin startet NICHT im Endlauf – das ist schon eine Überraschung. Die Aufstellung der Amerikaner: Allison Schmitt, Leah Smith, Maya Dirado, Katie Ledecky.

Vor dem letzten Wechsel führt Australien vor den USA, aber nun Katie Ledecky, die Olympiasiegerin über die 200 m und 400 m Freistil. Kanada ist noch auf Bronzekurs vor China.

Bemerkenswert die Einzelzeit von Emma McKeon – 1:54,64. Penny Oleksiak, ebenfalls mit einem fliegenden Start, 1:54,94, Katie Ledecky sensationell in 1:53,74.

 

Das Ergebnis:

  1. USA
  2. Australien
  3. Kanada
  4. China
  5. Schweden
  6. Ungarn
  7. Russland
  8. Japan

 

 

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