Kurzbahn-WM: Bronze für Marius Kusch 100 m Schmetterling. Rekorde durch Köhler, Elendt

by Daniela Kapser 0

December 18th, 2022 Deutsch

Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Melbourne, Australien

Deutsche Rekorde in den Semifinalläufen versprechen viel für den heutigen, letzten Finalabschnitt in Melbourne. Angelina Köhler ist die neue deutsche Rekordhalterin über 100 m Schmetterling in 56,23 Sekunden und Anna Elendt über 50 m Brust in 29,52. Marius Kusch schwamm im Semifinale die zweitschnellste Zeit seiner Karriere.

 

Frauen 100 m Schmetterling FINALE

  • World Record: 54.59, Kelsi Dahlia (USA), 2021
  • World Junior Record: 55.39, Claire Curzan (USA), 2021
  • Championship Record: 54.61, Sarah Sjostrom (SWE), 2014
  • 2021 Champion: 55.04, Maggie MacNeil (CAN)

Ergebnis:

  1. GOLD: Maggie MacNeil (Canada) – 54.05 (World Record)
  2. SILVER: Torri Huske (United States) – 54.75
  3. Louise Hansson (Sweden) – 54.87
  4. Angelina Kohler (Germany) – 56.20
  5. Ai Soma (Japan) – 56.27
  6. Alexandria Perkins (Australia) – 56.34
  7. Maaike de Waard (Netherlands) – 56.52
  8. Katerine Savard (Canada) – 56.87

Den Abend eröffnet Angelina Köhler über 100 m Schmetterling auf Bahn 6. In einem Rennen mit einem neuen Weltrekord durch Maggie Macneil belegt Angelina Köhler einen hervorragenden vierten Platz, wiederum in neuem deutschen Rekord von 56,20 Sekunden. Der Abstand zum dritten Platz betrug 1,33 Sekunden, die Medaillengewinnerinnen blieben alle unter 55 Sekunden.

 

Männer 100 m Schmetterling FINALE

  • World Record: 47.78, Caeleb Dressel (USA), 2020
  • World Junior Record: 49.53, Li Zhuhao (CHN), 2017
  • Championship Record: 48.08, Chad le Clos (RSA), 2016
  • 2021 Champion: 48.87, Matteo Rivolta (ITA)

Ergebnis:

  1. GOLD: Chad le Clos (South Africa) – 48.59
  2. SILVER: Ilya Kharun (Canada) – 49.03
  3. BRONZE: Marius Kusch (Germany) – 49.12
  4. Noe Ponti (Switzerland): 49.25
  5. Matteo Rivolta (Italy) – 49.32
  6. Simon Bucher (Austria) – 49.39
  7. Matthew Temple (Australia) – 49.67
  8. Youssef Ramadan (Egypt) – 49.84

Mit einem fulminanten Kampf erreichte Marius Kusch in einem bärenstarken Feld den dritten Platz über 100 m Schmetterling in 49,12 Sekunden. Es siegte Chad Le Clos (Südafrika) in 48,59 Sekunden vor Ilya Kharun in neuem Junioren-Weltrekord von 49,03 Sekunden. Im Rennverlauf führt Kusch nach 25 Metern, nach 50 Metern liegt er auf Platz 4, nach 75 auf Platz 3 und den Bronzeplatz läßt er sich bis ins Ziel nicht mehr abnehmen. Hinter ihm schlägt der Schweizer Noe Ponti als Vierter an in 49,25 Sekunden.

Die Zeit von 49,12 ist die zweitschnellste seiner Karriere, nur beim Gewinn der Goldmedaille 2019 bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Glasgow war er in deutscher Rekordzeit von 49,06 Sekunden schneller. Im Semifinale erreichte er in Melbourne gestern eine Zeit von 49,20 Sekunden. Der 29-Jährige hatte sich nach den, für ihn enttäuschenden Olympischen Spielen 2020 (2021) eine Auszeit genommen und trainiert erst seit einigen Monaten wieder professionell in Bloomington (Indiana/USA). Bei der Siegerehrung sieht man Marius Kusch die Freude über seine erste Weltmeisterschaftsmedaille natürlich an, der für die SG Essen national startende Schwimmer hat sich diesen Erfolg hart erkämpft.

Frauen 50 m Brust FINALE

Ergebnis:

  1. GOLD: Ruta Meilutyte (Lithuania) – 28.50
  2. SILVER: Lara van Niekerk (South Africa) – 29.09
  3. BRONZE: Lilly King (United States) – 29.11
  4. Tang Qianting (China) – 29.22
  5. Anna Elendt (Germany) – 29.30
  6. Imogen Clark (Great Britain) – 29.47
  7. Benedetta Pilato (Italy) – 29.48
  8. Veera Kivirinta (Finland) – 29.84

Im Kampf Ruta Meilutyte gegen Lily King schnappte sich Meilutyte erneut Gold über 50 m Brust in 28,50 Sekunden, gestern hatte Meilutyte einen neuen Weltrekord in 28,37 Sekunden aufgestellt. King schlug als Dritte an, hinter Lara van Niekerk. Anna Elendt verbessert ihren deutschen Rekord, den sie gestern aufstellte, auf 29,30 Sekunden. Sie wird Fünfte, über 100 m Brust stand sie als Dritte auf dem Podium.

Sieger über 50 m Brust bei den Männern wurde Nic Fink aus den USA in 25,38 Sekunden, neuem Championshiprekord.

Gold über 200 m Rücken bei den Frauen ging in 1:59,23 Minuten an Kaylee McKeown aus Australien vor Claire Curzan (USA) und Kylie Masse (CAN).

Ryan Murphy aus den USA lässt sich den Sieg über 200 m Rücken nicht nehmen und schlägt in 1:47,41 vor seinem Teamkollegen Shaine Casas in 1:48,01 Minuten an.

Siegerin über 200 m Freistil wurde die Weltrekordhalterin Siobhan Haughey aus Hongkong.

Den Titel über 200 m Freistil bei den Männern holte sich Sunwoo Hwang aus Korea in 1:39.72, neuem Veranstaltungsrekord, dies ist die drittschnellste Zeit, die jemals geschwommen wurde.

Mit neuem Weltrekord holen sich die US Girls Gold in der 4×100 m Lagenstaffel. Nach der Rückenstrecke führte Kanada, über Brust holte sich Lily King die Führung, diese konnten ihre Teamkameradinnen bis zum Anschlag halten. 25.000 USD als Bonus gibt es auch für Staffeln! Kate Douglass brachte die USA über die Freistilstrecke in 50,47 Sekunden ins Ziel, sie gewann in Melbourne bereits Gold über 200 m Brust und 200 m Lagen sowie mit der 4×50 m Lagen Mixed und 4×50 m Freistilstaffel, eine sehr vielfältige Schwimmerin. In Tokio wurde ie Dritte über 200 m Lagen. Bemerkenswert auch die 1:02,88 Minuten von Lily King über die 100 m Brusttrecke. Damit war sie fast 1,5 Sekunden schneller als jede andere Staffelschwimmerin über die Bruststrecke in der Staffel.

Im letzten Wettbewerb dieser Kurzbahn-WM starten die deutschen Männer auf der Bahn auf der Bahn 6 in der Aufstellung:

BRAUNSCHWEIG Ole 15 NOV 1997
MATZERATH Lucas 3 MAY 2000
KUSCH Marius 5 MAY 1993
SALCHOW Josha 2 JUL 1999

Die US Männer geben mit Ryan Murphy über Rücken und Nic Fink über Brust so richtig Gas und liegen deutlich unter dem Weltrekord. ZWEI Sekunden darunter. Über Scmetterling kommt Matteo Rivolta aus Italien an die Amis ran, beim Wechsel auf die Freistilstrecke führen aber weiter die Amerikaner. Deutschland liegt auf 5. Die Freistilstrecke entscheidet, Italien und Australien kommen an die Amerikaner ran, im Ziel sind die USA und Australien zeitgleich mit WELTREKORD in 3:18,98 Minuten. Was für ein Abschluss dieser Wettkämpfe. Italien wird Dritter. Die Stimme vom Australier Bobby Hurley, der Co-Kommentator ist, hätte wohl auch kein weiteres Rennen mehr geschafft. Kyle Chalmers nahm dem Amerikaner Kieran Smith über die abschließnde Freistilstrecke 1,32 Sekunden ab. Italien stellt einen neuen Europarekord auf. Das DSV Team wird Fünfter in 3:23,04, über dem deutschen Rekord.

 

 

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