Olympiaqualifikation Deutschland – ab 5. Mai wird es ernst.

by Daniela Kapser 0

April 23rd, 2016 Deutsch

In vielen Ländern haben die Olympiaqualifikationen schon stattgefunden oder sind wie in Italien gerade in vollem Gange. In Deutschland geht es am 5. – 8. Mai mit den Deutschen Meisterschaften in Berlin los – hier müssen die Schwimmer den ersten Teil der Olympiaqualifikation schaffen, dies sind die nachfolgenden Zielzeiten, die jeweils im Vorlauf UND Endlauf erreicht werden müssen:

Frauen                                                     Männer

Vorlauf      Finale            Strecke              Finale          Vorlauf

00:25,22    00:24,94       50m Freistil      00:22,27*    00:22,51

00:55,08    00:54,41     100m Freistil      00:48,81      00:49,12

01:59,35    01:58,27     200m Freistil      01:47,17      01:48,18

04:13,43    04:09,08*   400m Freistil      03:47,49      03:50,04

08:33,33                         800/1500 Fr.      15:02,37

01:07,81    01:07,32     100m Brust        01:00,01     01:00,63

02:26,40    02:24,88     200m Brust         02:10,43     02:12,33

01:00,91    01:00,25*   100m Rücken      00:53,92     00:54,34

02:12,14    02:10,39     200m Rücken      01:58,02     01:59,05

00:58,77    00:58,35     100m Schmett.    00:51,94     00:52,38

02:11,07    02:09,16     200m Schmett.    01:56,33     01:58,20

02:14,12    02:12,91     200m Lagen        01:59,64     02:01,05

04:44,51    04:38,96     400m Lagen        04:16,37     04:19,20

(* Zeiten mussten auf FINA A Norm angehoben werden, um einen Start bei den Olympischen Spielen 2016 überhaupt möglich zu machen, denn der 12. Platz aus Kazan war hier langsamer, als die geforderte Mindestzeit der FINA (FINA A Norm). Quelle: Nominierungsrichtlinien DSV.)

Der zweite Teil der Olympiaqualifikation ist einer von insgesamt zwei möglichen Qualifikationswettkämpfen (Mare Nostrum Tour mit den drei Stationen Monaco, Canet und Barcelona sowie die German Open in Berlin).

„Nach den Deutschen Meisterschaften 2016 gilt es für alle Athleten, die auf der Longlist stehen, ihre Zeiten nochmals mit einem prozentualen Aufschlag von 1,5% zu wiederholen. Dies kann bei der Mare Nostrum Tour geschehen, viel lieber ist mir allerdings aus trainingsmethodischer Sicht die Zeitbestätigung im Rahmen der  German Open vom 5. bis 8. Juli in Berlin. Die Bedingungen sind dort optimal, und das schnelle Becken der DM steht uns auch bei den German Open zur Verfügung“, erklärt Henning Lambertz, Chef-Bundestrainer Schwimmen im DSV in einer Pressemtteilung des DSV vom 11.04.2016.

Auch in den vergangenen Jahren, z.B. vor den Weltmeisterschaften in Kazan im letzten Jahr, gab es diesen Qualifikationsmodus: „Wir bleiben verlässlich in dem Rhythmus, den wir nunmehr seit drei Saisons üben. Erst die DM, dann zur Überprüfung ein zweiter Wettkampf in einem aufgezeigten Zeitfenster, der mir nach den Deutschen Meisterschaften innerhalb einer Woche genannt werden muss. Ebenso liegen die German Open zum dritten Mal in Folge exakt 28 Tage vor dem Top-Event. So war es 2014 vor der EM, 2015 vor der WM und so ist es 2016 vor den Olympischen Spielen. Dies bringt den Trainern die gewünschte Planungssicherheit und erwies sich bislang als äußerst positiv für die Leistungsentwicklung unserer Top-Athleten zum Zielwettkampf.“ erläutert Lambertz in der Pressemitteilung seine Zielsetzung.

Es qualifizieren sich die Athleten, die bei den Deutschen Meisterschaften und beim ausgewählten Qualifikationswettkampfs in den jeweiligen Einzelwettbewerben sowohl im Vorlauf als auch im Finale die geforderten Normzeiten erfüllen bzw. unterbieten. Sollten mehr als zwei Athleten pro Strecke alle Voraussetzungen erfüllt haben, gibt die Reihenfolge der DM 2016 den Ausschlag. Für die Olympischen Spiele 2016 gibt es jeweils zwei Startplätze für jede Einzelstrecke bei den Männern und Frauen. Vornominiert sind die Medaillengewinner der Weltmeisterschaften in Kazan in Olympischen Einzeldisziplinen – dies sind Marco Koch über die 200 m Brust und Paul Biedermann über die 200 m Freistil. Koch und Biedermann  müssen bei den Deutschen Meisterschaften auf den entsprechenden Einzelstrecken nur Platz 1 oder 2 im Finale belegen, um das Ticket nach Rio endgültig zu bekommen. Der jeweils verbleibende Startplatz auf diesen Einzelstrecken wird auf Grundlage der Nominierungs-kriterien vergeben.

Über 800 und 1500 m Freistil müssen im Rahmen der DM 2016 und des individuell gewählten Qualifikationswettbewerbs 2016 die geforderte Norm jeweils im entsprechenden Zeitlauf erreicht bzw. unterboten werden.

Der Direktor Leistungssport im DSV schlägt dem DOSB in Absprache mit Henning Lambertz, Chef-Bundestrainer Schwimmen im DSV, auf Grundlage der vom DOSB veröffentlichten Richtlinien die Athleten zur Nominierung für die Olympischen Spiele 2016 vor.

 

Pressemitteilung DSV vom 11.04.2016

 

 

 

 

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