Europameisterschaften: Demler 13., Vogelmann 14. über 200 m Lagen, kein Finale

by Daniela Kapser 0

May 21st, 2021 Deutsch

Europameisterschaften 2021, Budapest, Ungarn

Der heutige Finalabend präsentiert: 1500 m Freistil Frauen Finale, 50 m Schmetterling Männer Finale, 100 m Rücken Frauen Finale, 200 m Rücken Männer Halbfinale, 100 m Freistil Frauen Halbfinale, 50 m Brust Männer Halbfinale , 200 m Brust Frauen Finale, 200 m Freistil Männer Finale, 200 m Lagen Frauen Halbfinale, 4×200 m Freistil Frauen Finale.

Melvin Imoudu und Lucas Matzerath starten im 50 m Brust Halbfinale, Kathrin Demler und Zoe Vogelmann im 200 m Lagen Halbfinale.

 

200 m Lagen FRAUEN SEMINFINALE

TOP 8

1 GORBENKO Anastasia  ISR 2:10.35
2 HOSSZU Katinka  HUN 2:10.66
3 CUSINATO Ilaria  ITA 2:10.72
4 UGOLKOVA Maria  SUI 2:10.76
5 WOOD Abbie  GBR 2:10.81
6 FRANCESCHI Sara  ITA 2:11.41
7 DUHAMEL Cyrielle  FRA 2:12.12
8 SEBESTYEN Dalma  HUN 2:12.34
9 PETKOVA Diana  BUL 2:12.38
10 WILLMOTT Aimee  GBR 2:12.42
11 GUNES Viktoria Zeynep  TUR 2:12.79
12 ZAMORANO SANZ Africa  ESP 2:12.80
13 DEMLER Kathrin  GER 2:13.49
14 VOGELMANN Zoe  GER 2:14.39

 

Können Kathrin Demler und Zoe Vogelmann, die beide schon in einem Finale bei dieser EM standen, diese Erfolge wiederholen? Vogelmann startet im ersten Semi, Demler danach. Beide auf der Bahn 1. Zoe Vogelmann ist die jüngste der 16 Schwimmerinnen. Sie liegt nach 100 m auf dem achten Platz, es führt Olympiasiegerin Katinka Hosszu. Die Stärke von Vogelmann sind die zweiten 100 m. Nach 150 m, der Bruststrecke, hat sie einen Platz gut gemacht. In einer Zeit von 2:14,39 kommt sie als Siebte ins Ziel. Hosszu holt sich den Sieg in 2:10,66, sie hält den Weltrekord in 2:10,66 Minuten.

Im zweiten Semifinale betritt Kathrin Demler mit einem selbstbewussten Lächeln das Pooldeck. Die Essenerin wird aber um die 2:12 schwimmen müssen, um ins Finale zu kommen. Nach der Schmetterlingsstrecke liegt sie auf Platz 7, nach der Rückenstrecke auf Platz 7, nach Brust auf  6, sie schlägt in einer Zeit von 2:13,49  als 7. an. In der Endabrechnung wird sie 13. vor Zoe Vogelmann. Beide hätten in die Nähe ihrer persönlichen Bestzeiten von 2:12,12 Minuten schwimmen müssen, um sich eine Finalteilnahme zu sichern.

 

50 m Brust MÄNNER SEMINFINALE

TOP 8

1 PEATY Adam  GBR 26.38
2 SHYMANOVICH Ilya  BLR 26.47
3 MARTINENGHI Nicolo’  ITA 26.49
4 KOZAKIEWICZ Jan  POL 27,09
5 PINZUTI Alessandro  ITA 27,11
6 KAMMINGA Arno  NED 27.13
7 MATZERATH Lucas  GER 27.14
8 PRIGODA Kirill  RUS 27.16

 

Nun gilt es für Lucas Matzerath und Melvin Imoudu, ein Finale zu erreichen, nachdem sie am Vormittag beide persönliche Bestzeiten mit27,18 bzw. 27,10 Sekunden aufgestellt hatten. Den deutschen Rekord hält Hendrik Feldwehr seit 2009 in 26,83 Sekunden. Im ersten Lauf schlägt Melvin Imoudu als Fünfter in 27,20 Sekunden an. Nicolo Martinenghi gewinnt den Lauf in 26,49 Sekunden. In 27,14 Sekunden kommt Matzerath in seinem Lauf auf den dritten Platz und er erreicht mit der siebtschnellsten Zeit das Finale. Melvin Imoudu ist knapp raus auf dem 9. Platz als 1. Reserve.

 

1500 m Freistil Frauen FINALE

TOP 3

  1. Simona Quadaralle ITA 15:53,59
  2. Anastasia Kirpichnikova RUS 16:01,06
  3. Martina Caramignoli ITA 16:05,81

Über 1500 m Freistil der Frauen ist die Italienerin Simona Quadarella die Favoritin. Bemerkenswert der Einzug der 17-jährigen Viktoria Mihalyvari in Finale mit der zweitschnellsten Zeit. Die Ungarin hat bereits Silber über 400 m Lagen gewonnen. Simona Quadarella übernimmt erwartungsgemäß die Führung von Anfang an. Bis 950 m hat sie einen Vorsprungvon 6 Sekunden. Die junge Ungarin liegt auf Platz 4 , auf Platz 2 die Russin Anastasia Kirpichnikova und auf Platz 3 die Italienerin Martina Caramignoli, ca. 9 Sekunden hinter der Führenden. Quadarella hat bei der letzten EM die 400, 800 und 1500 m Freistil gewonnen, ebenso Gold bei der WM in Gwangju. In Budapest konnte sie schon die 800 m gewinnen.

Simona Quadarella holt sich auch diesen  Titel in 15:53,59 Minuten vor der Russin und ihrer Teamkameradin Caramignoli. Die junge Ungarin erreicht den sechsten Platz. Quadarella verbessert ihre Saisonbestleistung.

1 Katie
Ledecky
USA 15:40.55 04/11 2021 PRO SWIM SERIES – MISSION VIEJO
Mission Viejo, CA
2 Wang
Jianjiahe
CHN 15:45.59 09/27 2020 CHINESE SWIMMING CHAMPIONSHIPS
Qingdao, CHN
3 Sarah
Kohler
GER 15:52.20 04/16 2021 GERMAN OLYMPIC TRIALS – BERLIN
Berlin, GER
4 Li
Bingjie
CHN 15:52.31 01/02 2020 Chinese Long Course Invitational
Shijiazhuang City, CHN
5 Anastasia
Kirpichnikova
RUS 15:53.18 12/12 2020 French Elite Championships
Saint-Raphaël, FRA
6 Simona
Quadarella
ITA 15:57.03 04/03 2021 Italian Olympic Trials
Riccione, ITA

 

50 m Schmetterling Männer FINALE

TOP 3

1             SZABO Szebasztian          HUN     23.00

2             GOVOROV Andriy            UKR      23,01

3             ZHILKIN Andrey  RUS      23,08

Das Who is Who der europäischen Sprinter auf der Schmetterlingsschwimmer gibt sich die Ehre mit Weltrekordhalter Andriy Govorov und Junioren-Weltrekordhalter Andrei Minakov. Eine Bahn gilt es, alles zu geben. Nicht zu atmen. Einen guten Start zu haben. Und es kommt anders als gedacht: Der Ungar Szebasztian Szabo holt sich in 23,00 Sekunden GOLD vor Andriy Govorov  und Andrey Zhilikin aus  Russland.

100 m Rücken Frauen FINALE

TOP 3

1             DAWSON Kathleen          GBR      58.18

2             TOUSSAINT Kira                NED      59.02

3             KAMENEVA Maria            RUS      59.13

Kathleen Dawson kam als Schnellste ins Finale vor Kira Toussaint. Dieses Mal hat Dawson mit einem neuen Championshiprekord die Hand zuerst an der Wand in 58,18 Sekunden. Toussaint hatte über die Sprintstrecke Gold geholt, sie wird heute Abend Zweite in 59,02 Sekunden. Dawson verbessert ihre Saisonbestleistung, bleibt auf Platz 2 der Weltrangliste.

 

200 m Rücken Männer SEMIFINALE

TOP 8

1 GREENBANK Luke  GBR 1:54.43
2 RYLOV Evgeny  RUS 1:55.11
3 TELEGDY Adam  HUN 1:56.17
4 MITYUKOV Roman  SUI 1:56.37
5 HERLEM Antoine  FRA 1:56.63
6 NDOYE BROUARD Yohann  FRA 1:57.06
7 SKIERKA Jakub  POL 1:57.08
8 KAWECKI Radoslaw  POL 1:57.10

 

Der Brite Luke Greenbank hatte im Vorlauf einen neuen nationalen Rekord aufgestellt. Über die 200 m Rücken ist es so wie über die 200 m und 400 m Freistil: Da steht ein Weltrekord aus dem Jahr 2009, der unantastbar scheint. Greenbank setzt sich an die Spitze, ziemlich souverän mit 1,5 Sekunden Vorsprung. Er gewinnt das zweite Halbfinale in 1:54,43 Minuten, dies ist wieder ein britischer nationaler Rekord.

1 Evengy
Rylov
RUS 1:53.23 04/08 2021 RUSSIAN NATIONAL SWIMMING CHAMPIONSHIPS
Kazan, Russia
2 Mitch
Larkin
AUS 1:54.38 04/16 Australian Swimming Championships
Southport, Queensland
3 Xu
Jiayu
CHN 1:55.26 09/27 2020 CHINESE SWIMMING CHAMPIONSHIPS
Qingdao, CHN
4 Luke
Greenbank
GBR 1:55.34 03/12 2021 Manchester International Meet
Manchester, GBR
5 Ryosuke
Irie
JPN 1:55.52 04/08 2021 Japan Olympic Trials
Tokyo, JPN

100 m Freistil Frauen SEMIFINALE

TOP 8

1 WATTEL Marie  FRA 53.34
2 HEEMSKERK Femke  NED 53.49
3 KROMOWIDJOJO Ranomi  NED 53.59
4 SEEMANOVA Barbora  CZE 53.68
5 BRO Signe  DEN 53.70
6 HOPKIN Anna  GBR 53.74
7 ANDERSON Freya  GBR 53.93
8 COLEMAN Michelle  SWE 54.12

Femke Heemskerk, immerhin schon 33 Jahre alt, schwimmt im 2. Lauf auf der Bahn der Vorlaufschnellsten. Sie blickt auf eine äußerst erfolgreiche Karriere zurück, mit insgesamt 16 Medaillen bei Europameisterschaften auf der langen Bahn, davon zwei Staffelmedaillen hier in Budapest. Die Französin Marie Wattel schnappt sich die Bahn 4 im morgigen Finale vor Heemskerk und Ranomi Kromowidjojo, dann auf den Bahnen 5 und 6.

 

200 m Brust Frauen FINALE

TOP 3

1             RENSHAW Molly   GBR      2:21.34

2             MAMIE Lisa   SUI        2:22.05

3             EFIMOVA Yuliya  RUS      2:22.16

 

Molly Renshaw schnappte sich die Bahn 4 der Vorlaufschnellsten. Mit der drittschnellsten Zeit kam die Schweizerin Lisa Mamie in 2:23,15 ins Finale, eine sehr starke Zeit und neuer Schweizer Rekord. Mamie hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt, von einem 16. Platz im Jahr 2018 bei der EM über einen 9. Platz bei der WM 2019 bis zu einem 12. Platz über die 100 m Brust in 1:06,77 Minuten bei diesem Wettkampf. Auch im Finale: eine 16-jährige Russin, Evgeniia Chikunova mit einer Zeit von 2:23,33 Minuten. An der Spitze der Weltranglist steht eine Südafrikanerin in 2:20,17 Minuten, Tatjana Schoenmaker,  vor Molly Renshaw.

Yuliya Efimova schwimmt ihre übliche Taktik, mit viel Spee auf der letzten Bahn. Dieses Mal reicht es aber nur zu Bronze. Die Schweizerin holt sich mit neuem nationalem Rekord von 2:22,05 Minuten die Silbermedaille und ist die erste Schweizerin, die eine Medaille über diese Strecke gewinnt.

200 m Freistil Männer FINALE

TOP 3

1             MALYUTIN Martin            RUS      1:44.79 CR

2             SCOTT Duncan W              GBR      1:45.19

3             DEAN Thomas    GBR      1:45.34

 

Vor 3 Jahren holte sich der Brite Duncan Scott den Titel. Aber er muss sich gegen Kristof Milak behaupten, der schon über die 200 m Schmetterling bewiesen hat, dass er in unglaublicher Form ist. Am Ende hat der Freistilspezialist Marin Malyutin aus Russland die Hand zuerst an der Wand in 1:44,79 Minuten, einem neuen CR Rekord. Damit verbessert er einen 18 Jahre alten CR Rekord, gehalten von Pieter van den Hoogenband.

 

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