Deutsche Kurzbahnmeisterschaften 2016: Chance für den Nachwuchs

by Daniela Kapser 0

November 15th, 2016 Deutsch

22. Deutsche Kurzbahnmeisterschaften, Berlin

Insgesamt 635 Athleten gehen 1786 mal an den Start bei den am Donnerstag in Berlin beginnenden Deutschen Meisterschaften auf der 25 m Bahn, die auch die Qualifikation für die Kurzbahnweltmeisterschaften vom 6. bis 11. Dezember in Windsor Kanada. Die Qualifikationskriterien sind hier zu finden.

Ein bisschen Statistik und Schwimmgeschichte hat der DSV rund um die kommenden Deutschen Meisterschaften heute veröffentlicht:

Marco Koch ist seit 2007 auf den 200 m Brust ungeschlagen – er könnte also seinen 10. Titel in Folge gewinnen. Insgesamt hat Marco auf der 25 m und 50 m Bahn bis jetzt 28 Deutscher Meistertitel gewonnen. Zehn Mal in Folge hat Steffen Deibler auf der kurzen Bahn bisher die 50 m Freistil gewonnen – leider startet Steffen aber nicht in Berlin in diesem Jahr.

Und Jenny Mensing ist bei den Frauen seit 2009 über die 200 m Rücken ungeschlagen, nur Annika Mehlhorn konnte bisher ebenfalls schon sieben Titel in Folge gewinnen über die 200 m Schmetterling – Jenny könnte zum achten Mal Deutsche Meisterin über die 200 m Rücken werden.

Ein Blick in die Meldelisten zeigt so einige Überraschungen:

Steffen Deibler ist leider nicht dabei. Alexander Kunert startet nicht über die 200 m Schmetterling, Franziska Hentke auch nicht. Alexander ist dann aber über die 100 m Schmetterling am Start. Damian Wierling ist nicht über die 50 m oder 100 m Freistil gemeldet – er wurde auf der 50 m Bahn Deutscher Meister im Sommer und konnte auch in Rio über diese Strecken starten. Mit Hendrik Feldwehr fehlt auch ein bekannter Name über die 100 m Brust.

Über die 1500 m Freistil können wir uns auf ein hoffentlich spannendes Duell zwischen Florian Wellbrock und dem zuletzt im World Cup so erfolgreichem Poul Zellmann freuen. Auch über die 400 m Lagen sehen wir Franziska Hentke nicht – sie ist gemeldet über die 400 m und 1500 m Freistil und 100 m Schmetterling. Sarah Köhler hingegen ist nicht am Start bei der Kurzbahn-DM. Jacob Heidtmann startet nicht über die 400 m Lagen – in Rio wäre er als Fünfter in den Endlauf gekommen, er wurde aber wegen zwei Delphin Kicks bei der Brustwende disqualifiziert. Dorothea Brandt, die in den letzten Jahren die Sprintstrecken dominierte, ist nicht über die 50 m Schmetterling oder über die 50 m Brust oder die 50 m Freistil am Start.

Über die 200 m Rücken der Herren werden wir Christian Diener nicht im Wasser sehen – in Rio wurde er Siebter über diese Strecke und hat uns viel Spaß gemacht mit seinem Ehrgeiz, seiner Unbekümmertheit – er ist aber über die 100 m Rücken in Berlin dabei. Über die 200 m Freistil der Herren werden wir natürlich Paul Biedermann vermissen – aus der 4 x 200 m Freistilstaffel von Rio ist kein Schwimmer am Start (Vogel, Fildebrandt, Rapp) und auch Jacob Heidtmann nicht. Ebenso fehlt mit Alexandra Wenk eine deutsche Spitzenschwimmerin. Christian vom Lehn, der jetzt für die SG Bayer startet, ist auch nicht in den Meldelisten präsent.

Philip Heintz, den 4. in der Gesamtwertung des FINA World Cups 2016, werden wir über die 100 m und 200 m Lagen, 200 m Brust (!) sehen.

Genau wie bei den Amerikanern sieht es dann eher danach aus, dass bei der Kurzbahnweltmeisterschaft neben etablierten Stars wie Marco Koch und Philip Heintz der Nachwuchs an den Start gehen wird – wenn einige junge Schwimmer die Qualifikationszeiten schaffen bzw. der Bundestrainer kann aus dem Kreis der Nachwuchsschwimmer Nominierungen aussprechen.

 

 

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