Mireia Belmonte nimmt den Zika-Virus in Rio sehr ernst

by Daniela Kapser 0

February 11th, 2016 Deutsch

In einer Pressekonferenz hat der spanische Schwimmstar Mireia Belmonte am Mittwoch gesagt, dass sie sehr besorgt über den sich in Brasilien immer stärker verbreitenden Zika-Virus ist. „Es dauert zwar noch eine Zeit bis zu den Olympischen Spielen, aber es wäre sehr wichtig zu wissen, dass wir alle sicher sein werden und das wir keine gesundheitlichen Risiken auf uns nehmen.“ sagte sie gegenüber der Presse. Sie sagte weiterhin, sie „müsse sicher sein, dass keine Ansteckungsgefahr besteht, bevor sie nach Rio reisen werde.“
Belmonte bestätigte, dass es ihr nach ihrer Schulterverletzung wieder gut gehe und dass sie auf dem Weg sei, wieder 100 prozentig gesund zu sein. Sie konnte 2015 an den Weltmeisterschaften in Kasan wegen ihrer Verletzung nicht teilnehmen. Für Rio möchte sie nicht nur bei mehreren Wettbewerben im Schwimmbecken an den Start gehen, sondern sie möchte sich ebenfalls für die 10 km im Freiwasser qualifizieren.
Sie wurde außerdem gefragt, ob sie eventuell die Flagge Spaniens bei der Eröffnungszeremonie tragen würden: “Das wäre eine besondere Ehre.“ sagte sie dazu.
Auch wenn Belmonte in der engeren Auswahl der möglichen Flaggenträger steht, so hat der Präsident des Spanischen Olympischen Komitees öffentlich geäußert, dass er meint, Tennisspieler Rafael Nadal sollte der Fahnenträger bei der Eröffnungszeremonie in Rio sein.
Das Bundeministerium für Gesundheit hat am 9.2.2016 in einer Veröffentlichung zum Zika-Virus Stellung genommen. Darin heißt es:
„Eine Infektion mit dem Zika-Virus nimmt normalerweise einen milden Verlauf. In Brasilien häuften sich jedoch zuletzt Berichte über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Virus und Hirn-Fehlbildungen bei Neugeborenen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun den globalen Gesundheitsnotstand erklärt, sieht jedoch keinen Grund zur Panik. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von einer vermeidbaren Reise in die Risikogebiete ab. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat indes eine Einführung der Meldepflicht für Arboviren auf den Weg gebracht. Das Virus wird zum Beispiel durch die Gelbfiebermücke übertragen. Normalerweise nimmt die Infektion einen milden Verlauf.
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erklärte: “Eine Übertragung in Deutschland halten die Experten für sehr unwahrscheinlich, aber wir bleiben wachsam. Damit einzelne Infektionen in Deutschland, etwa bei Reiserückkehrern, besser überwacht werden können, habe ich bereits in der letzten Woche die Einführung einer Meldepflicht für Arboviren, z. B. Zika-Virus und Dengue-Fieber, auf den Weg gebracht. Dadurch erhalten die Gesundheitsämter vor Ort die notwendigen Informationen, um im Bedarfsfall entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Damit liegen wir ganz auf der Linie der WHO.”
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief am 1. Februar 2016 den Gesundheitsnotstand aus, trotz des Schrittes betont die Weltgesundheitsorganisation, es gebe keinen Grund zur Panik.
Weiter heißt es in der Veröffentlichung:
„In subtropischen und tropischen Ländern breiteten sich Infektionen mit dem Zika-Virus (ZIKV) zuletzt stark aus. Waren Ausbrüche 2013 eher auf den pazifischen Raum beschränkt, sind mittlerweile immer mehr Länder Süd- und Mittelamerikas betroffen. Das Zika-Virus wird hauptsächlich durch die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) und möglicherweise ebenfalls durch die asiatische Tigermücke übertragen. Ob asiatische Tigermücken, die hier in Europa – vereinzelt auch in Deutschland – vorkommen, das Virus verbreiten können, ist noch nicht geklärt. Einzelfälle einer sexuellen Übertragung oder einer Infektion von Mutter zu Kind wurden beschrieben. Eine Impfung oder eine spezifische Therapie gibt es derzeit noch nicht. Allgemein nimmt die Zika-Infektion einen eher milden Verlauf. Nur ein Viertel der Betroffenen entwickelt überhaupt Symptome (z. B. erhöhte Körpertemperatur, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Bindehautentzündung. In der Regel heilt die Infektion folgenlos ab. Als mögliche Komplikation wurde das Guillian-Barré-Syndrom beschrieben. Die Nervenkrankheit kann bei verschiedenen Virusinfektionen als sehr seltene Folge auftreten. Generell gilt: Schwere Verläufe beim ZIKV sind selten. Todesfälle, die unmittelbar auf eine Zika-Virus-Infektion zurückgehen, sind nicht bekannt.“
Einen speziellen Hinweis gibt es für Schwangere:
„In Brasilien und weiteren süd- und mittelamerikanischen Staaten gibt es allerdings begründete Hinweise, dass Infektionen mit dem Zika-Virus Fehlbildungen des Gehirns bei Neugeborenen auslösen können. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren und Frauen, die planen, schwanger zu werden, daher von vermeidbaren Reisen in die Risikogebiete ab. Auf seiner Internetseite bietet das Robert Koch-Institut eine Einschätzung der Situation sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Auch das Auswärtige Amt stellt ein Merkblatt zur Zika-Virus-Infektion (PDF, 242 KB) bereit.“

Bekanntmachung zum Zika-Virus des Bundesministeriums für Gesundheit

 

Belmonte Taking No Risks When it Comes to the Zika Virus

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